
»tiento I« für Bassklarinette (1998)
»tiento II« für Subgroßbassblockflöte (2006)
»tiento III« für Fagott (2007)
»tiento IV« für Bassflöte (2007)
»im winter« für Stimme und Violoncello (2007)
»nakarópari« für Tenorblockflöte (2008 UA)
»centillements« für Altoflöte (2008 UA)


Robert Buschek – Fagott
Angélica Castelló – Blockflöten
Maria Frodl –Violoncello
Sylvie Lacroix – Flöten
Beatrice Petitet-Kircher – Stimme
Claudia Mader – Lesung

Im Winter
(Georg Trakl)
Der Acker leuchtet weiß und kalt.
Der Himmel ist einsam und ungeheuer.
Dohlen kreisen über dem Weiher
Und Jäger steigen nieder vom Wald.
Ein Schweigen in schwarzen Wipfeln wohnt.
Ein Feuerschein huscht aus den Hütten.
Bisweilen schellt sehr fern ein Schlitten
Und langsam steigt der graue Mond.
Ein Wild verblutet sanft am Rain
Und Raben plätschern in blutigen Gossen.
Das Rohr bebt gelb und aufgeschossen. Frost,
Rauch, ein Schritt im leeren Hain

Daniel De La Cuesta
hat seine musikalische Ausbildung mit 13 Jahren in seiner Heimatstadt
Mexico City begonnen. Nach Abschluss der Studien in Komposition und
Finanzwissenschaft reiste er 1991 nach Wien, wo er seine Kompositionsstudien
zuerst bei Herbert Lauermann, später bei Michael Jarrell fortsetzte und mit
Auszeichnung abschloß.
Seine Musik wurde bei namhaften Festivals, Konzerthäusern und -veranstaltern
aufgeführt, u.a. Osterfestival Hall/Tirol, Ticino Musica (Tessin/Schweiz),
EXPAN Spittal/Drau, Minoritenkirche Graz, Klangraum Minoritenkirche Stein,
Musikverein Wien, Neue Musik in Sankt Ruprecht, echoraum, Karajan Center,
Alte Schmiede. Renommierte InterpretInnen wie Angélica Castelló, Sylvie Lacroix,
Robert Buschek, Petra Stump, Heinz-Peter Linshalm, Bojidara Kouzmanova,
Ensemble On_Line, Andrés Orozco, Jorge Federico Sepúlveda, Mathilde Horsiangou
oder Georg Riedl haben seine Kompositionen in verschiedenen Länder Europas und
Amerikas uraufgeführt und gespielt.
Er hat folgende Stipendien bekommen: Stipendium des Bundesministeriums für
Wissenschaft und Verkehr, Theodor-Körner-Preis für Komposition, Förderungspreis
für künstlerische Tätigkeit des Bundeskanzleramts, Staatsstipendium für Komponisten
des Bundeskanzleramtes. Derzeit arbeitet er an seiner Dissertation.
Lebt und komponiert in Wien.
Robert Buschek / Fagott
(geb. 1973 in Linz)
studierte bei Milan Turkovic und Stepan Turnovsky in Wien.
1994-2001 Mitglied des Bruckner Orchesters Linz,
seit 2001 Fagottist (1., 2., 3. Fagott & Kontrafagott) der Wiener Symphoniker
und Lehrauftrag an der Wiener Musikuniversität. 1999 Teilnahme (nach
europaweitem Auswahlverfahren) an der „académie de musique du 20ième siècle“
in Paris unter Pièrre Boulez.
...spielte in allen Wiener Opern- und Konzertorchestern, im Klangforum Wien, im
Ensemble die reihe, im Ensemble Modern Orchestra und ist Erster Fagottist der
WienerKammerphilharmonie, des Wiener Concertvereins und der Vienna Classical
Players. Mitglied der Ensembles Elliott Carter Quintett, Triple Tongue Vienna,
Ensemble 1080, Wiener Kammermusiker, Bläsersolisten der Wiener Symphoniker,
Barockensemble der Wiener Symphoniker. Solistische Auftritte mit dem Webern
Symphonie Orchester (Strauss, Duett-Concertino; Cerha, Doppelkonzert), dem
Bruckner Orchester Linz, dem Barockensemble der Wiener Symphoniker u. a.
2006 erschien eine CD mit Fagottkonzerten von Vivaldi und Telemann
(Barockensemble der Wiener Symphoniker, Dir. Christian Birnbaum).
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit außerhalb des Orchesterengagements
liegt bei Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.
Im Herbst 2007 erscheint die Solo-CD „Passagen“ mit Musik von Gerald Resch,
Daniel de la Cuesta, Katharina Klement, Christoph Herndler & Jorge Sánchez-Chiong.
Nov. 07 UA des Fagottkonzerts „Knoten“ von Gerald Resch.
2008 CD-Projekt: Triple Tongue Vienna, Neue Musik für Bläsertrio von Christof Dienz,
Lukas Haselböck, Erland Freudenthaler, Alexander Wagendristel & Roland Freisitzer.
Beschäftigung mit historischem und modernstem (Kontraforte) Instrumentarium.
Angélica Castelló / Blockflöten
wurde in Mexico City geboren und spielt seit langer Zeit Blockflöte. Sie studierte
und arbeitete mit dem Instrument und der Musik in Mexiko, Montreal, Amsterdam
und Wien. Zur Zeit lebt sie in Wien, wo sie unterrichtet, die Konzertreihe
„Neue Musik in St Ruprecht“ gegründet hat und organisiert und mit TänzerInnen,
SchriftstellerInnen, MusikerInnen, VideokünstlerInnen und SchauspielerInnen u.a.
zusammenarbeitet. Mitbegründerin der Ensembles Low Frequency Orchestra, Los
Autodisparadores (mit Thomas Grill und Katharina Klement), Andromeda
(mit Stefanodi Santis aka „urkuma“) und Fiori Musicali. Mit diesen, mit dem Projekt
Theater Wien und mit anderen MusikerInnen wie Burkhard Stangl, Billy Roisz,
Olga Neuwirth, Wolfgang Mitterer, Eva Reiter, John Butcher, Dieb13 u. v. a.
trat sie mehrmals in Europa und Amerika auf.
Komponisten wie Mario Lavista, Hilda Paredes, Katharina Klement, Daniel de la Cuesta,
Robert Kellner, Jorge Sanchez-Chiong, Phil Niblock, Johannes Kretz, Burkhard
Stangl u.a. arbeiteten mit Angélica Castelló oder widmeten ihr neue Werke.
Als Komponistin hat sie Werke für ihr Instrument geschrieben, urauffgeführt und
aufgenommen („ma fin...“/2002, „musique pour la mer de topolo“/2005,
„trois minutes pour M.D.“/ 2005) und auch für Theater („Ichtli“/2004, „Auf diesem
dunkelnden Stern“ /2006) und Tanz („SOLO - 4 tableauxabout loneliness“/2003)
komponiert. Als Improvisatorin hat sie Theater, Lesungen, Film, Video,Ausstellungen
und Tanz „verklanglicht“. Sie spielte auf renommierten Festivals wie dem
Ulrichsberger Kaleidophon, Festival Cervantino, Taktlos Bern, Grabenfesttage Wien,
Kontraste,musica genera, lmc festival, interpenetration, Osterfestival, Klangspuren,
Inpotenza, Musikprotokoll,Music Unlimited, u.a. und wirkte als Artist in Residence
inSchrattenberg (A) und in Topolo (I).
Als Lehrerin tätig seit 1987, Workshops für Improvisation und Komposition für
Kinder und Blockflötenunterricht. Seit 2001 Stelle in der Musikschule in Mannersdorf
an der Leitha.
http://castello.klingt.org
http://www.neue-musik.at
http://www.myspace.com/angelicacastello

Maria Frodl / Cello
Geboren in Graz; Violoncellostudium an den Musikuniversitäten Graz u. Wien, Mag. art.
1995 Würdigungspreis des BM für Wissenschaft, Forschung u. Kunst.
Orchestertätigkeit: RSO Wien u.a., seit 1995 Solocellistin der Vereinigten Bühnen Wien.
Kammermusikalische Tätigkeit: Austrian Art Ensemble, Trio Con Anima, Cellivio,
Mitbegründerin des „böszen salonorchesters“, Triosphère, L´Ardeur, u.a., seit 2006
Mitglied des Ensemble Reconsil.
Live acts & Studio Produktionen u. a. mit Carl Davis,
Marie-Therèse Escribano, Franz Hautzinger, Monika Trotz, Ingrid Oberkanins, Annelie
Gahl, Cordula Bösze; Popmusikproduktionen. Zahlreiche Konzertreisen in Europa, USA,
Asien und Afrika, Rundfunk- und Fernsehauftritte;CD-Produktionen.
Im Frühjahr 2006 Uraufführung und CD Produktion mit dem Soloprogramm „strokes“,
welches ausschließlich zeitgenössische Werke beinhaltet.
Special: Mizzi Sägewerk an der singenden Säge.
Sylvie Lacroix / Flöte
wurde in Lyon geboren. Lebt seit mehreren Jahrzehnten in Wien. Spielt Flöte.
Durch ihre Arbeit mit lebenden Komponisten und anderen experimentierenden
Künstlern erweitert sich ihr Spielfeld in konzentrischen Kreisen, deren Zentrum die
klassische kammermusikalische Musizierweise bildet und bleibt. Allmählich festigt sich
der Wunsch, eine eigene klingende Welt zu erfinden.
Sie komponiert. Die Freude an den reichen musikalischen und flötistischen Erfahrungen
teilt sie interessierten Menschen unterschiedlichen Alters im Unterricht mit.
Sie ist Mutter zweier erwachsener Töchter.
Béatrice Petitet-Kircher / Mezzosopran
Geboren in den USA, aufgewachsen in Frankreich, studierte in Paris, Boston, Amsterdam
und Wienunter anderem bei Walter Berry, Robert Holl und Margreet Honig.
Die Schwerpunkte in ihrem Repertoire sind Mezzosopranpartien der Französischen
Romantikund der Bereich der zeitgenössischen Musik - zahlreiche Uraufführungen und
Erstaufführungen u.a. von Gija Kantscheli, Wolfgang Sauseng, Ernst Krenek, Christoph
Cech, Fabio Nieder, Rainer Bischof, Dieter Kaufmann, Peter Barcaba, Harry Cox,
Petr Eben, Philip Venables...
Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Pièrre Boulez, Bertrand de Billy, Mikko Franck,
Christoph Cech und Martin Haselböck bei Auftritten im Wiener Musikverein, im
Theater an der Wien, im Wiener Konzerthaus, der Grand Opera Luxembourg -
u.a. mit dem RSO Wien, dem „Orchestre National de Belgique“, den Ensembles
„Intercontemporain“ und „die reihe“, der Wiener Akademie, dem „Goldberg Quartett“...
Produktionen an der Wiener Kammeroper, mit der „Neuen Oper Wien“, der Gruppe
„netzzeit“, dem „Janus Ensemble“, dem „Pierrot Lunaire Ensemble“...
Einladungen zu den Wiener Festwochen, dem „Festival Lyrique d´Aix-en-Provence“,
zu den Bregenzer Festspielen, zum Carinthischen Sommer, zum Linzer Brucknerfest,
zum Tanglewood Festival und zu Festivals in Österreich, Deutschland, den USA,
Frankreich, Luxembourg, Schweden und den Niederlanden. Liederabende und Recitals
in Österreich, Deutschland und Frankreich. Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen
für den ORF, den Bayrischen Rundfunk und Radio France.
