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    2000 11 01 mi 13:13 wk Halloween : viel gereist....

       



    18:45 Wien – Enzersfeld | 20:10 Enzersfeld – Wolkersdorf | 20:30 Wolkersdorf – Wien (– Hallo Wien !)
     
    2000 11 01 mi 17:31 pt Geburtstagsfest Weinverkostung Drama
    Das klammheimlich als Geburtstagsfest für wk geplante und als friulanische Weinverkostung getarnte Event gestern abend in Enzersfeld geriet insofern zu einer friulanischen Weinverkostung, weil das Geburtstagskind nicht wie vereinbart um 18:15 Uhr dem Dr. Richard Bus Linie 228 entstieg und sich auch telefonisch nicht erreichbar zeigte. Also ist die verbliebene Rumpftruppe (Gabi und hs und gd und icke) ziemlich konsterniert zu unserem Weinkeller rausspaziert, um dort wenn schon nicht zu feiern, so doch wenigstens zu verkosten. Das Cell-Phone wurde an strategisch günstigster Stelle plaziert, um nur ja nicht einen eventuellen Kontaktaufnahmeversuch des Vermissten zu verpassen. Sodann an die Arbeit geschritten: Zur Verkostung kamen drei Carso-Weine von Edi Kante (Vitovska, Sauvignon blanc, Terrano), sowie aus dem Collio ein Josko Gravner („Rosso" [80% Merlot, 20% Cabernet Sauvignon]), ein Primosic (Merlot) und ein „Ronc dal Luis" (Cabernet Sauvignon) von Maurizio Buzzinelli. Wir sind dann aus dem Friaul getorkelt, im Trentino über einen San Leonardo gestolpert und schließlich im Piemont bei Mauro Sebaste gelandet, aber das war dann auch schon ziemlich egal. Das Dochnichtgeburtstagsfestessen wiederum hob an mit Pasta e fagioli, gefolgt von einer kalten Platte, auf der sich nebst div. friulanischer Feinheiten u.a. ein Lardo di Collonata entdecken ließ, nachdem ich selbigen (unerwarteterweise) beim Graben-Meinl entdeckt hatte (vgl.: [& hier hätte jetzt der as´sche Lardo di Collonata-Eintrag vom Sommer hergesollt, jedoch: er ist verschwunden! Daher nochmals: 3 Jahre Lagerung in einem Marmorbecken in einer Salzlake, weniger Kräuter in der Lake als bei anderen Lardi, aber viel Rosmarin; butterweich; ein Traum]). Tja, also dieser Art hat sich der Abend gestaltet und wk hat nicht angerufen, aber wir haben ihm ein Geburtstagsständchen auf den echoraum-Anrufbeantworter gesungen, und dann haben wir aufgehört, als es am schönsten war, weil das Moser-Heurigentaxi („Sie saufen, wir fahren!") für 1:00 Uhr vors Haus bestellt war, wo es 5 vor 1 auch schon gewartet hat.
    Daß auch wk, wie wir heute wissen, dort ebenfalls eine Zeitlang herumgestanden ist, weil er mit einem späteren Bus, allerdings ohne Telefonbüchlein und ohne Wissen, daß wir im Keller sind, bzw. wo selbiger zu finden wäre, in Enzersfeld gelandet war, und wie es ihm sodann erging, wird er wohl selbst dem tb anvertrauen. Jedenfalls lacht er schon wieder laut am Telefon („Mein 49. Geburtstag: un-ver-geß-lich!!"), während die Rumpftruppe irgendwie total verdaddert dreinschaut und gänzlich sinnlose Überlegungen anstellt, wie sich dieses Drama hätte vermeiden lassen können. Jedenfalls: Wir werden eine Geburtstagstorte nachreichen und uns überhaupt schon bald wieder im Keller, etc., etc., etc. Im Dezember! Eine vertrüffelte Piemont-Verkostung??? (Merke: wk trinkt Bier.)
     
    2000 11 01 mi 18:05 gg Freiheit der Kunst
    „Die Freiheit, die wir meinen" - so ließe sich übertiteln, was Freund Fritz diese Woche widerfahren ist. Zur Erinnerung (siehe auch 20000930gg): Fritz Berglers Projekt „Hüttenzauber" (gemeinsam mit Bodo Hell und dem kunsthaus muerz) startete am 22. Juni 2000 bei der steirischen Kutatsch-Hütte. Im „Standard" vom 30.9. ist das von Bergler ummantelte Haus abgebildet (Foto), begleitet von folgendem Text:

    „Die Kutatschhütte auf der Schneealpe (Steiermark) wurde, mit Ausnahme von
    Dach und Eingangsbereich, vollkommen mit beschriftetem Eisenblech umhüllt.
    Die Auswahl der Texte reflektiert die gegebene Situation: Haut (als
    symbolische Fläche zwischen Welt und Selbst), Materialität, Geschichte,
    Zeit. Dazu ein Blitztext von Bodo Hell, der eigens für dieses Projekt
    geschrieben wurde. Die Verkleidung des Schutzhauses verbleibt über den
    Zeitraum eines Jahres. Durch den Einfluß der Witterung verändern sich die
    Bleche, rosten weiter, die Lesbarkeit der Texte löst sich auf und es ist
    immanenter Teil des Projektes, daß nicht abzuschätzen ist, wie sich die
    Arbeit innerhalb eines Jahres verändert. Eine anhaltend und massiv geführte
    Polemik erzwang die vorzeitige Entfernung der Umhüllung der Schutzhütte am 26.9.2000."

    Dazu ist zu sagen, dass an dem Schlamassel ein Angestellter der Galerie in Mürzzuschlag nicht unbeteiligt ist. Während er den Bauern mitgeteilt hatte, die Aktion würde bloß einige Wochen dauern, blieb er Bergler gegenüber bei „ungefähr 1 Jahr". Nun, heftige Proteste von Anrainern und Bauern („Das ist doch keine Kunst!", „Verschandelung!", usw.) erzwangen die Entfernung der Eisenbilder. Doch damit nicht genug. (Hier ist einzufügen, dass Fritz – entgegen so mancher intendierten aktionistischen Intervention – keinerlei Interesse an einer „Skandalisierung" bzw. an Medienrummel hatte und hat. In diesem Sinne hat er sich jetzt dafür entschieden, auch die letzte Episode dieses traurigen Kapitels nicht an die große Glocke zu hängen.) Jetzt wollte Fritz nur noch die Bilder von der Galerie abholen. Dort teilten sie ihm mit, dass diese nach der Demontage nicht in der Galerie gelagert seien, sondern bei einem Tischler am Ortsrand. Der Tischler allerdings wußte von nichts, deutete aber an, wo Fritz nachsehen könnte. Und tatsächlich: auf einer Müllhalde, zwischen Scheißhaufen und Schrott, fand er seine zerkratzten Bilder wieder. Da hat sich offenbar jemand die Freiheit genommen, sein „Kunstverständnis" auf den Punkt zu bringen. Da war der gute Fritz einfach sprachlos.
    So geschehen im Herbst 2000, im Lande Steiermark.

    2000 11 01 mi 19:18 gd Leben und Tod
    „Ich kann es gar nicht glauben, daß es schon wieder 9 Monate her ist" sagt mein Vater am Grab meiner Mutter. „Und irgendwie ist es auch – wie soll ich sagen – wie ein anderes Leben. Wieder ein ganz anderes Leben ist das.
    Im Westen reißt der Himmel auf. Kalt.
     
    2000 11 01 mi 19:15 gh zurück
    Pünktlich – wie versprochen – melde ich das Ende meiner tb-Karenz. Meine Spickzettel liegen bereit – hoffentlich hat Max das Gerät nicht neu gemischt – – wir werden sehen.
    Am Sonntag mit fk und Max aus München zurückgekehrt – einen kräftigen Schnupfen und Husten mitgebracht Vor einem Jahr, drohte fk „wenn Du die Meilen für einen Münchenflug verwendest, dann bin ich aber sauer" – war er nun doch nicht, wir waren zu dritt – die Meilen sind nun aufgebraucht, gerade rechtzeitig vor deren Verfall.
    In München Besuch der neu renovierten Räume der Villa Stuck – das Atelierhaus wurde zu Ausstellungsräumen umgestaltet, ein neuer Eingangsbereich realisiert. Detailverwöhnt wie ich bin, kann ich keinen einzigen Punkt, aber auch keinen einzigen entdecken, bei dem so richtig Freude aufkommt Wobei ich damit nicht Detailüberladenheit meine, auch einfache, reduzierte Konstruktionen können schon einiges bewegen. Es war natürlich nicht alles triste: eröffnet wurden die Räumlichkeiten mit einer Ausstellung über Theo v. Doesburg – Architekt und Maler – wobei ich beim Betrachten seiner Arbeit denke, er war eher Maler.
    Anschließend, weil schräg gegenüber, zu Feinkost Käfer, da fk noch nie dort war. Max stürzt sich sofort auf einen Einkaufskorb – er ist nämlich Spar- und Billa-Profi – und los gings zum Papayasalat und zu den Kiwis. Beides trug er ganz stolz in einer eigenen Tüte bis zum Auto, fast bis zum Auto, wenn da nicht eine Stolperschwelle im Gehsteig gewesen wäre und Mäxchen samt Kiwi und Papaya und Sackerl eine ziemliche Bruchlandung erlitten hätte. Seine linke Stirn ist heute noch leicht gewölbt und grün wie eine Kiwi. Das waren ein paar Ereignisse des ersten Tages, der zweite folgt sogleich morgen, ich kann mich nicht gleich völlig verausgaben, am ersten Tag nach der Karenz.
     
    2000 11 01 mi 20:26 ak WWF
    Was wohl der WWF (World Wildlife Fund) dazu meint, dass WWF (Werners Winter-Fliege) vor ein paar Tagen dank wk's Großmut knapp ihrem Tod entronnen ist und nun, geschützt, in einem weiten Gehege den Winter überdauern darf? Natürlich ist nichts umsonst, und so hat die WWF für Kost und Logie auch ihre Gegenleistungen zu erbringen. Z.B. findet sie, dass es eine ihrer Aufgaben sei, den wk allmorgendlich aus seinem Schlaf zu reißen. Dass sich der Weckruf nach den äußerst unvorhersagbaren Schlafengehens-Zeiten wk's richten sollte, muss man der WWF aber erst einmal versuchen klar zu machen.
    Als optimale Fliegenschutzproblemlösung hätte der WWF wahrscheinlich empfohlen, der WWF ihre Freiheit zu schenken und sie unbeschadet hinausfliegen zu lassen. Was aber sicher nicht so ganz risikolos vor sich hätte gehen können. Da wk die WWF tagsüber niemals sichten konnte, hätte dies nämlich bedeutet, dass er weiterhin sein Fenster den ganzen Tag geöffnet hätte lassen sollen, um ihr die Chance zu geben, die Wohnung freiwillig zu verlassen. Das geöffnete Fenster wäre dem wk allerdings nicht gut bekommen und er hätte sich fürchterlich erkältet, wäre also nicht imstande gewesen, seine vielen Bücher, an denen er gerade arbeitet, termingerecht fertigzustellen. Außerdem müsste der WWF wissen, dass WWF's Tage in der Freiheit draußen gezählt gewesen wären, denn es wird bald bitterkalt werden und die arme WWF würde jämmerlichst erfrieren.
    Der WWF wird dem wk wahrscheinlich niemals vorwerfen können, dass wk die WWF gefangen hält und sie für Arbeitsleistungen missbraucht. Ganz im Gegenteil, er kann heilfroh sein, dass es so liebe Menschen gibt, die sich einer listigen Fliege erbarmen, einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen, und ihr anbieten, den Winter gemeinsam zu verbringen.
    Ob die WWF auch weiß, dass ihr wwk (werter wk) gestern Geburtstag hatte?
    Nun, ich weiß es seit gestern und wünsche dem wwk auf diesem Wege nachträglich alles Gute!
     
    2000 11 01 21:31 as Laub, SAD und Heraldik
    Das bunte Laub hat sehr anheimelnd unter den trägen Füßen geraschelt, doch meine mich seit frühester Kindheit begleitende Angst „Ich könnte auf einen Igel treten" war wieder mit dabei. Mittags, jeden Sonnenstrahl absorbierend, also ein kurze Lichttherapie gegen die Saisonal Abhängige Depression, um danach an dem heraldischen Problem der mainzstämmigen Fürstbischöfe von Schönborn, vor allem derer die in Franken gebaut haben, weiterzuarbeiten. Spät, aber doch zeigte es sich relativ einfach: Beim bamberger Kaminvorbau handelt es sich um das Wappen von Friedrich Carl von Schönborn, verifizierbar unter anderen am Hofkirchenwappen in Würzburg. Und mit ihm stehen wir in Bamberg mit der ganzen chose in den 30er Jahren des 18. Jhs, und nicht 1703 mit Lothar Franz von Schönborn, und Greiffenclau schon überhaupt nicht, womit genug Diskussionsstoff für den morgigen Termin vorhanden. Freitag Würzburg und Veitshöchheim, also die 2 folgenden Tage ohne Anbindung an die elektronische Zivilisation, es sei denn ich erhasche einen Platz in einem Hotel mit Einwahlmöglichkeit ins Netz.
     
    2000 11 01 mi 22:10 gd Käsetoastattacke
    Gestern Nachmittag, in irgendeinem Einrichtungshaus, an irgendeiner Ausfahrtstrasse der Stadt. hs und ich begutachten Bestecke. Dann hat hs Durst, und wir begeben uns zu der kleinen Imbiss-Bar des Möbelhauses. Wir bestellen 2 Toast und zwei Getränke. Dann warten wir. „Die brauchen aber lang – die Toasts" meine ich zu hs nach zirka 15 Minuten. Endlich kommen sie, etwas zu braun. hs greift sich ihren, hebt ihn hoch, und da geschieht es: eine brennheiße gelbe Flüssigkeit – es muß wohl der Käse sein – schießt zwischen den Toastscheiben hervor, und spritzt auf die linke Hand von hs, die mit einem Schmerzensschrei verzweifelt versucht, die auf den Fingern klebende Brühmasse abzuschütteln. Die Szene hat etwas von einem der Küchen-Horrorfilme a la Gremmlins. Überall – auf die Tischplatte, auf hs Pullover, Rock und Schuhe, auf den Boden – klatscht der gelbe heiße Schleim in dicken klebenden Tropfen. hs läßt den Toast fallen, springt auf, und rennt hinter die Theke zum Wasserhahn. Und jetzt kommt der Auftritt des Bösen in Menschengestalt: der Kellner – Herr über den gelben Käseschleim, steht grinsend hinter hs, und meint zynisch: „Ein Toast ist halt ein Toast". In Sekundenschnelle enwickelt sich ein Schreiduell das damit endet, daß hs den Geschäftsführer verlangt, und einen Verbandskasten. Zwei Finger ihrer linken Hand sind knallrot, und die verbrühte Haut glänzt. Das Böse in Menschengestalt verfolgt uns mit Aussprüchen wie: „Wer keinen Toast essen kann, soll ein Tramezzini bestellen". Erschreckten Blicks ruft die Kassierin über die Haussprechanlage den Geschäftsführer. „Stechen sie manchmal Kunden auch nieder?" frage ich den Käseattentäter, hart an der Grenze zum Ausrasten. Im Verbandskoffer ist zwar viel Mull, aber keine Brandsalbe. Stattdessen gibt der Geschäftsführer hs ein Visitkarte, und bittet um ihre Adresse. Was wird da wohl als kleine Wiedergutmachung eintreffen? Feuerfeste Arbeitshandschuhe für den kleinen Imbiss zwischendurch?

    2000 11 01 so 22:33 gg nerFös ?
    Die F, scheints, schlägt nur mehr wild um sich. Ein Koalitionsausschuß wird verlangt, um die VP-Kollegen zu disziplinieren – sprich, die Roten so anzuschwärzen, dass am Ende eines herauskommen möge: es sind ja eh alle gleich korrupt. Aber so wird's wohl nicht herauskommen. Schon ist Herr Kleindienst angesagt, morgen bei „Vera" (!) weiter auspacken zu wollen: wie er gegen Geld für die F Spitzelarbeit leistete. Die nächste Zeit scheint interessant zu werden....

    2000 11 01 mi 22:45 jh Namen
    Sobald der NAME nur phällt, erstrahlt die ganze bespitzelte Figur bereits vor existenzieller Peinlichkeit und gleichzeitiger Zufriedenheit mit seinem sakrosankten Selbst. Personalentwickelte Retortenvertreter nehmen medienstrategisch und geographisch bellend richtig Platz, mehr oder weniger perfekt auf Wall Street gestylt. Breitbeinig verbringen sie ihre Mittagspause vor dem neu eröffneten Mausi-Markt. Skeptischen Blickes gustieren sie an der einfältigen Speisekarte, als hinge von ihrem Stirnrunzeln die Beschaffenheit der Burgerbeilage oder der aufgeweichten Croutons ab. Vorsicht vor tieffliegenden Handys. Mein erstes Doppel-Äff heute! Vielleicht sollte man doch eine Schmutzabgabesteuer für peinlichkeitsverbreitende Worterzeugnisse zum Schutz einer wehrlosen Hörer- und Zuseherschaft einführen. Nebstbei und in Gedenken aller Heiligen, den ganzen Tag die Gutachten und das Requiem in html-Formate gepresst und dabei meine Wunder erlebt. Bar jeder Begründung habe ich mir dann aus dem rechten Augenwinkel »Air Force One« angeschaut. Der Präsi als Held oder kath.-pathetisch :: Herr vergib ihm, denn er wusste sehr wohl, was er tat.

    2000 11 01 mi 22:35 hs die drei bilder des Monats Oktober

      allora

      a monstrosa piovra dell´ambizione

      prese ad estendere i suoi tentaculi

    2000 11 01 mi 21:40 td kühl
    Erfahrungen mit www.echoraum.at/tagebuch: erstmal „.versucht der Browser das Fenster zu schließen Ja /Nein" ?: es folgen einfach so 12 1/2 Minuten Macromedia Shockwave Download und Installation woraufhin das Programm einfriert und abstürzt. Neustart: wieder „Fenster schließen Ja/Nein?" – Ja – – laden laden laden Editorial – unlesbar (der Text scrollt irre schnell nach oben, als sollte man ihn auch gar nicht lesen). Kein Weg zurück aus Projekte? – Das Programm wird geschlossen. (=Zurück zum Start) „Fenster schließen" NEIN! – alles bleibt weiß und leer. Reload Fensterschließen? Ja! – – Macromedia Logo. Tagebuchtitel erscheint. Interaktivität? – Noch nicht! Warten. Autoren – Fliegende Kärtchen, hoppla, hoppla quit.

    2000 11 01 mi 23:20 gl Farben Atombombe Mömö
    Die Farben des Morgens: Graue Wand statt Bisamberg, Tropfenglitzern auf Asphalt. Der Pfarrer zur Mutter des Täuflings: Sie halten eine Atombombe im Arm. Bei der anschließenden Jause erörtern wir die dahinterliegende Ideologie. Oder auch. Diese Taufe ist fest in deutscher Hand. Wissen Sie, wir Österreicher sind ein lustiges Volk. Luzia fragt, ob sie Ministrantin werden kann. Nein, kann sie nicht. Den größten Erfolg im Prater hat der geldbörselschonende Adventureluftspielplatz und der rosa Rutschelefant. In der Mölkerei schließlich finden wir Gerhard W. nicht mehr, weil er sich so gut versteckt hat. Milde gestimmt durch den Roten beäugen wir das Häkelwerk und die Galerie. Auf der Heimfahrt frage ich mich, ob ich überhaupt eine Zukunft und Vergangenheit habe. Am Verandafenster kondensiert das Wasser. Wir föhnen jetzt und kleben das Isolierband an. Morgen kommt der Tischler, da sollte es trocken sein.

    2000 11 01 mi 23:46 hs nachlesen einleben
    tb nachgelesen, emails nachgelesen, vor dem Nachmittagsschläfchen Feinschmeckers massvolle Mahlzeit gelesen, die Algen aus dem Aquarium geputzt, das Bad geputzt, mit Mustafa und Caroline telefoniert, und die Pflanzen aus dem giardino secreto geholt.