Cervenca/Hanousek/Dühsler

Freitag, 22. Oktober 2021 | 20:00 Uhr

Claudia Cervenca: Stimme | Radim Hanousek: Saxophon | Samuel Dühsler: Schlagzeug

 

Claudia Cervenca

Die in Rumänien geborene und in Wien lebende Vokalistin Claudia Cervenca verließ vor etwa 10 Jahren die Mainstream-Jazzszene und ist seitdem im experimentellen Bereich der freien Improvisation und Neuen Musik tätig.

Sie liebt es, neue Klangspektren der Vokalkunst in einer unkonventionellen musikalischen Ästhetik zu erforschen. Dies hat zu einer internationalen Zusammenarbeit mit Musikern und zeitgenössischen Komponisten geführt: Judith Unterpertinger, Pia Palme, Annette Giesriegl, Sabu Toyozumi, Charlotte Hug, Nina de Heney, Benedict Taylor, Yoram Rossilio, Dine Doneff, Irene Kepl, Elisabeth Harnik, Katharina Klement, Uli Winter, Fredi Pröll, Alessandro Vicard, Franz Hautzinger, Raimund Vogtenhuber, Antonis Anissegos, Alison Blunt, Hannah Marshall, Lisa Ullen, Tristan Honsinger, Paul Rogers, und anderen.

Ihr Interesse an elektronisch erzeugten Klängen, als ergänzendes Werkzeug zur eigenen Stimme, war der Ausgangspunkt für ihre späteren Kompositionsstudien und die Zusammenarbeit mit Medienkünstlern (Veronika Mayer, Daniel Mayer, Raimund Vogtenhuber, Thomas Grill, Korhan Erel u.a.).

Ihr besonderes Interesse gilt der Interaktion mehrerer Kunstsparten in einer gemeinsamen Performance. So entstand 2013 die von ihr und Richard Graf initiierte Veranstaltungsreihe FREISPIEL und 2014 zusammen mit der Tänzerin und Choreografin Katharina Weinhuber die Performancereihe FERMATA, eine Experimentierplattform, um die freie Improvisation als Ausdrucksmittel zeitgenössischer Kunst zu fördern und zu entwickeln.

Mitglied des Vienna Improvisers Orchestra und des Styrian Improvisers Orchestra.

www.claudiacervenca.com

 

Radim Hanousek

Der tschechische Saxophonist Radim Hanousek beschäftigt sich sowohl als Interpret als auch als Komponist mit verschiedenen Formen der Improvisation, Intermedialität und Projekten an der Grenze von Jazz und zeitgenössischer klassischer Musik.

Er durchlief eine lange Reihe von Jazz- und Nicht-Jazz-Gruppen und Orchestern. Im Jahr 2009 war er Mitbegründer des norwegisch-tschechischen Jazzquartetts NOCZ (Didrik Ingvaldsen, Dag Magnus Narvesen, Marian Friedl). Dieses Projekt ist auf vielen internationalen Jazzfestivals aufgetreten und hat vier CDs veröffentlicht, die letzte mit einem Chor. Seit 2015 arbeitet Iva Bittová gelegentlich mit NOCZ zusammen. Für das internationale Festival Janáček Brno 2016 hat die erweiterte Besetzung von NOCZ (zusätzliche Instrumentalisten und die norwegische Vokalistin Elisabeth Nygård) eine eigene Jazzversion von Janáčeks Sinfonietta vorbereitet.

Seit 2013 betreibt Hanousek sein eigenes Projekt, das Jazz, zeitgenössische und improvisierte Musik verbindet, Dust in the Groove. Das Projekt hat unter anderem eigene Klangfarben, Jazz und improvisierte Variationen für Bachs Aria für das Bach-Orgel-Herbstfestival 2017 vorbereitet.

2018 gewann Hanouseks Komposition It Could Happen den ersten Platz beim Karel Krautgartner Composers’ Competition for Jazz Orchestra, der jährlich vom Concept Art Orchestra ausgeschrieben wird.

www.radimhanousek.cz

 

Samuel Dühsler

Nach seinem Abschluss am Berklee College of Music in Boston, USA, spielte Samuel Dühsler zwei Jahre lang mit dem Tiger Okoshi Quartett an verschiedenen Veranstaltungsorten wie IAJE L.A., Blue Note NYC und einer Vielzahl von Konzertsaal-Jazzkonzerten. Er trat auch mit Künstlern wie Ingrid Jensen, Kevin Mahogany, Herbie Hancock, The New York Voices, Buster Williams, Abe Laboriel, Benny Golson, Hal Crook und vielen anderen auf.

Als Teil der lokalen Musikszene in der Schweiz und in Deutschland trägt er durch Unterricht und Mitwirkung in verschiedenen Gruppen, wie dem Ryan Carniaux Quintet, Marco von Orelli 5, TTT mit Gerd Dudek und Manfred Schoof, A Fistful of Twist und Michael Jaegers „Kerouac“ bei.

Tourneen in den USA, Europa, Japan, China und Russland haben Samuel Dühsler ein gutes Fundament an musikalischer Erfahrung gegeben. Daraus hat er für seine Arbeit mit Kindern, behinderten Musikern, Amateuren und Studenten viel gelernt.

Seit 2010 hat er seinen musikalischen Horizont durch die Teilnahme an verschiedenen Gruppen für improvisierte Musik geöffnet. Dabei verbindet er die europäische Musiktradition mit der amerikanischen Geschichte des Jazzschlagzeugs. Er nahm an verschiedenen Projekten mit Künstlern wie Fred Frith, Lotte Anker, Barry Guy, Daniela Cattivelli, Larry Ochs, Darren Johnston, Rakalam Bob Moses, Kasuitah und so weiter teil.