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Revolution im Iran: Literarische Solidarität

Renate Welsh Ι Julya Rabinowich
Vladimir Vertlib Ι Sama Maani

Iranische und nicht-iranische Autorinnen und Autoren lesen und diskutieren

22. Oktober 2010 Ι 19:30 Uhr
Der Erlös der Veranstaltung geht an »Ärzte für Menschenrechte im Iran Wien«
www.iran-scientists.net

Wie erlebt man die Revolution in der Heimat aus der Perspektive des Exils ?

Für jene Iraner, die schon im Exil waren, als 1979 im Iran eine Revolution ausbrach, berühren die Ereignisse nach den iranischen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 in mehrfacher Weise das Thema Rückkehr: Rückkehr der Erinnerungen an jene Zeit, in der sich, angesichts der durch die 1979er Revolution ausgelösten Hoffnungen, viele von ihnen für die Rückkehr in die Heimat entschieden – um kurz darauf wieder die Rückkehr ins Exil antreten zu müssen.

Die Rückkehr der Vergangenheit findet aber nicht nur in der Erinnerung der Exilierten statt. Die aktuelle iranische Protesbewegung als solche wird häufig als eine Reinszenierung der 1979er Revolution wahrgenommen und es erhebt sich die Frage wie dieser Rückbezug zu bewerten ist: Muss sich die Geschichte immer nur als Farce wiederholen ? Oder kann eine revolutionäre Bewegung gerade durch die Reinszenierung ihrer Vorgänger-Revolution diese rückwirkend von ihren Traumen befreien? Solche und ähnliche Fragen u.a. auch die Frage nach Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen der „Grünen Bewegung” im Iran und den Revolutionen 1989 in Osteuropa bilden den thematischen Horizont einer Lesung, mit der ein Zeichen der Solidarität mit der iranischen Protestbewegung gesetzt werden soll.

Publikumsdiskussion im Anschluss an die Lesung.



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