14.5. 2004
Clementine Gasser : Pioneer


Kurz-Biografie
Geboren in der Schweiz.
Erster Cellounterricht mit 6 Jahren.
Celloausbildung am Konservatorium der Stadt Luzern bei Prof. Peter Leisegang.
Ab 1999 Jazz-Kompositions-Studien am Konservatorium der Stadt Wien.
Sie lebt und arbeitet in Wien als freischaffende Cellistin und Komponistin.
1996 Gründung des Duos "Wilde Kammermusik" mit dem Gitarristen Peter Lössl.
1998 Gründung des Labels WKM/Wilde Kammermusik
Folgende CD´s von Gasser/Lössl, umfassend zumeist Eigenkompositionen, wurden veröffentlicht:
- RUFUS, Konzertgitarre und Cello (1998)
- WHITE, E-Gitarre und Cello (2000), vorerst inoffiziell.
Intensive Zusammenarbeit bis 2002.
Am 1. Dezember 2003 wurde die neue Solo-CD - PIONEER 23 im Wiener Konzerthaus/Neuer Saal präsentiert.
- Kompositionsauftrag der Jeunesse: Vertonung von Baudelaire´s "Spleen de Paris&" für Cello und Schlagzeug (Texte: Deutsch und französisch) Aufführung: Freitag, 21. Januar 2005 (UA), Odeon Wien
- Kompositionsauftrag für Cello und Orgel: Zusammenarbeit mit Wolfgang Mitterer - Juni 2005
Internationale Soloprojekte, Auftragskompositionen u.a. für das Burgtheater Wien. (mit Achim Benning, Stephan Müller u.a.)
Aktuelle Produktion am Wiener Burgtheater 2004:
- Die Verrückte Magdalena/Thomas Bernhard -
Auftragskomposition für Cello solo: Musik zur Lesung mit Maresa Hörbiger;
- Es knallte und schallte.../Raymond Queneau -
Auftragskomposition für Cello und Kontrabass:
Musik zum Stück, (Regie Esther Muschol);
Zusammenarbeit mit Robert Menasse sowie dem ORF/Rundfunk Ö1.
Solistische Tätigkeit sowie Musikerin bei den Ensembles: Schallwellen-Ensemble 3000, Pia Palme + Clementine Gasser: Flutes/Electronics + Cello, Modern/Jazz-Ensemble Camena.
Auszeichnung mit dem Preis des 9. Internationalen Kompositionswettbewerbs im Rahmen des Wiener Sommerseminars für Neue Musik 2003 (Komposition und Interpretation) - Cello solo.
Pressestimmen
Contemporary: Ultimative Wertung! 5 Punkte!
Clementine Gasser spielt auf dieser CD Eigenkompositionen. Sie nennt ihre Musik subversive Klassik-Avantgarde und diese Bezeichnung hat etwas für sich! Gassers Musik ist vordergründig subversiv, sie ist laut und unbeherrscht, aber eben nur vordergründig. Sie entwickelt Gefühl, sie hat die notwendige Technik, und sie hat eine wahre Pranke für das Cello. Anhören!
Concerto-Magazin, Alfred Krondraf
Cello solo, keine Overdubs, Improvisationen und Kompositionen. Das Allererste, das einem beim Hören dieser Aufnahmen wahrscheinlich auffällt, ist die ungeheure Kraft und die überragende Spielfreude. Ein wahrhaft sinnliches Vergnügen am Umgang mit diesem besaiteten Stück Holz.
Was ein Klang in seiner Essenz bedeuten kann, muss man zuerst in seinem Innersten finden, und dann eröffnen sich viele Möglichkeiten für musikalische Bearbeitungsformen: Tarnen, herausschleudern, ableiten, am Leben erhalten, bekämpfen, brechen, wieder zusammenfügen, auffächern, zerschmettern, etc...
Ich sage das alles nur um darauf hinzuweisen, dass Clementine Gasser diese zwei entscheidenden Elemente in sich vereint: Das unbändige Verlangen zu spielen und ihre eigene Ausdruckskraft des Klanges.
Dieses Solo-CD Debut ist ein Erfolg auf allen Linien, erlaubt ihr doch die meisterliche Beherrschung des Instruments weit über das hinauszugehen, was man von einem "Cello Solo" Album erwarten könnte. Ich denke, sie hat sich damit einen Platz zwischen Künstlerkollegen wie Erik Friedlander, Fred Lomberg-Holm, Marie Frances Uitti oder Ernst Reijseger erobert. Eine echte Entdeckung und ein unglaubliches Talent.
skug - Magazin für Musik, Noël Akchoté, März 04
Übersetzung engl.-dt: Susanne Watzek