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WERFT IHN IN DIE TIEFSTE SAUNA !

 In Memoriam Hanns Dieter Hüsch

Der Meister des deutschen literarischen Kabaretts verstarb unlängst im Alter von 80 Jahren. Der berühmte, in seiner Heimat mit Preisen überhäufte "Kleinkünstler" - wie er sich ironisch bezeichnete - gab noch vor 10 Jahren Vorstellungen. In Österreich war er leider sehr selten zu hören und ist nur im kleinen Kreis bekannt geworden.

Zu seinem Angedenken und zur posthumen Steigerung seines Bekanntheitsgrades präsentiert der Schauspieler und Regisseur Herbert Adamec eine subjektive Auswahl aus den Texten und Liedern mit einigen Zwischen- und Untertönen des Musikers und Komponisten Günther Albrecht.

Das Programm soll den grotesken, den unvermittelt tiefernsten sowie den unerwartet weichen Passagen seines Werkes gerecht werden. Von "Ich sing für die Verrückten" bis sich "die Landpfleger sehr verwundern" über den "Fall Hagenbuch", aus dem die Titelzeile stammt: "Werft ihn in die tiefste Sauna!"



MIT

Herbert Adamec, Gestaltung + Lesung

LIVE-ELECTRONICS: Günther Albrecht

 

Werft ihn in die tiefste Sauna !  
   
Video Still: Beate Albrecht
 


Hanns Dieter Hüsch (* 6. Mai 1925 in Moers; † 6. Dezember 2005 in Windeck-Werfen) war Schriftsteller, Kinderbuchautor, Kabarettist, Schauspieler, Liedermacher und Rundfunkmoderator. Mit über 53 Jahren auf deutschsprachigen Kabarettbühnen und 70 eigenen Programmen galt er als der produktivste, erfolgreichste Vertreter des literarischen Kabaretts im Deutschland des 20. Jahrhunderts.

Hüsch war kein Kabarettist, der sich in besonderem Maße mit tagespolitischen Fragen auseinandersetzte, sondern eher ein 'literarischer Entertainer', der als 'philosophischer Clown' mit seinem feinsinnigen Humor von manchen in die Tradition eines Heinrich Heine eingereiht wird. Seine Texte behandeln jedoch häufig auch politische Themen Als Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus trat er immer mit Nachdruck für die Anliegen der Friedensbewegung und gegen Neonazitum auf. Der als körperlich Behinderter geborene Hüsch trat ein für Toleranz und gegen dieAusgrenzung von Menschen („Ich sing für die Ver–rückten, die seitlich Umgeknickten...“).

Für seine Arbeit erhielt Hüsch viele Preise und Auszeichnungen, darunter gleich zweimal, 1972 und 1982, den Deutschen Kleinkunstpreis sowie den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen, das Bundesverdienstkreuz, die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt Moers, die Ehrenbürgerwürde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz oder den 'Kabarett-Oscar' für sein Lebenswerk.

Quelle und weitere Informationen: Wikipedia.org

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