ROLF
SCHWENDTER
&
THE VIENNA IMPROVISERS STRING ENSEMBLE (VISE)
“... ein moment der archäologie des geistes ...“
Das Ensemble wird in diesem Programm
individuelle vortragstechnische und instrumentelle Verfahrensweisen präsentieren,
die durch teils bestimmtes, aber auch zufälliges Zusammentreffen in sich
ergänzenden oder widersprechenden Konstellationen dargestellt werden, wodurch
diese in mehr oder weniger großem Maße unter Assimilationsdruck
geraten, aber sich auch in kooperativer/solidarischer Unterstützung offenbaren
können. Durch diesen libertären Ansatz kann, nach Ensembleleiter Michael
Fischers Auffassung, der möglicherweise erfolgreiche Versuch unternommen
werden, individuelle Erfahrung als verständlichen, möglichst klar
interpretierbaren Inhalt von einer Person zur anderen zu übertragen. In
den sich daraus ergebenden komplexen kommunikativen Verläufen stellt das
Ensemble mit diesem Programm dem Erforschen der Gemeinsamkeiten von Laut, Syntax
und Struktur von Text und Musik, Raum zur Verfügung.
Michael Fischer
Rolf Schwendter
Studium der Rechtswissenschaft, Staatswissenschaft und Philosophie in Wien, dreifaches Doktorat. 1959-67 Aufbau einer informellen Gruppe zu Fragen alternativer Kultur und Politik. Tätigkeit als Dramaturg, Regisseur und Liedermacher. 1971-74 Assistent am Institut für Politische Wissenschaften an der Universität Heidelberg, von 1975 bis zu seiner Emeritierung Hochschullehrer für Devianzforschung an der Gesamthochschule Kassel. Verfasser zahlreicher Publikationen zu sozialpolitischen Fragen der Gegenwart, der Alternativ- und Bohème-Kultur. 1989-1991 Präsident der Grazer Autorenversammlung. Langjähriger Organisator des "Ersten Wiener Lesetheaters" und der "Sozialpolitischen Gesellschaft". Lebt in Wien und Kassel/D.
Bücher (Auswahl):
Theorie der Subkultur. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1973.
Ich bin noch immer unbefriedigt. Lieder zum freien Gebrauch. Berlin: Rotbuch
1980.
Katertotenlieder. Wien: Edition Freibord 1987 (=Sonderreihe 23)
Schwendters Kochbuch. Bodenheim: Hain 1988.
psalter. Gedichte 1970-1980. Wien. Fama 1991.
Ein kalter Truthahn aus Nikotin. Wien: Kollektion Scherr 1992
(=Kollektion Scherr 4)
Utopie. Überlegungen zu einem zeitlosen Begriff. Berlin: Edition ID-Archiv
1994.
Arme essen - Reiche speisen. Eine literarische Küche. Neuere sozialgeschichte
der zentraleuropäischen Gastronomie. Wien: Promedia 1995.
Drizzling Fifties. Gedichte. Wien: Deuticke 1996.
Tag für Tag. Eine Kultur- und Sittengeschichte des Alltags. Hamburg: Europäische
Verlagsanstalt 1996.
Einführung in die soziale Therapie. Tübingen: dgvt 2000.
Gesellschaftsbilder des 20. Jahrhunderts. Hamburg: Rotbuch 2001.
Text:
http://coforum.de/index.php4?VonDerTheorieDerSubkulturZurTheorieDerVernetzung
Michael Fischer
Tenor- und Sopransaxophon, Komponist
Arbeitet an der akustischen wie elektroakustischen Weiterentwicklung von Klangsprache,
Formgebung und musikalischen Kommunikationsformen, seit sechs Jahren auch unter
Einbeziehung der speziellen Verstärkung des Saxophons und der Erforschung
des Feedbacks. Internationale Arbeit und CD-Einspielungen auf dem Gebiet der
zeitgenössischen Improvisierten Musik mit MusikerInnen wie Irene Schweizer,
Peter Kowald, William Parker oder dem London Improvisors Orchestra; Initiator
zahlreicher österreichischer Ensembles; Zusammenarbeit mit KünstlerInnen
aus den Bereichen Film/Video, Tanz, Literatur, Bildende Kunst und Performance
in genreübergreifenden Projekten.
http://www.wuk.at/m.fischer
e c h o
r a u m
Sechshauser Straße 66
A-1150 Wien
Tel 812 02 09
Fax 812 02 09 11