Programm:
Jorge Sánchez-Chiong:
blend
[Japan Is Not Far Ι Orange Crash Ι Innocent Chorus Girlz of Yesterday Ι Mexican
Standoff] für Stimme und elektronisches Ensemble, 2005 (UA)
Robert Kellner: 3 steps
towards Cincinnati ballroom
für 2 Kontrabässe, 2 Blockflöten, Schlagzeug und Elektronik,
2005 (UA)
CUT IV
Improvisation
Jorge Sánchez-Chiong
wurde 1969 in Caracas/Venezuela geboren, und lebt seit 1988 als freischaffender
Künstler in Wien, wo ihm die wichtigsten Ensembles für neue Musik
zahlreiche Aufträge erteilt haben.
Als ›akustisches Edel-Geröll‹, ›lustvollvirtuosem Farbenspiel‹,
›aufwüllend‹, ›kompakt‹, ›hyper-schnell‹
und ›meisterhaft‹, wurde das Werk des kubanisch-chinesisch abstämmigen
Komponisten und Turntablisten (aka JSX) von der deutschsprachigen Kritik gelobt
(FAZ, Die Presse, Standard).
Seine Werke, die an der Lebendigkeit und Spontaneität einer Improvisation
ansetzen, sprengen den Rahmen der Konzertmusik und setzen sich im Bereich des
experimentellen Theaters, der Videokunst, Tanz und Elektronik fort. Schwerpunkt
seines Schaffens ist die enge Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen
Sparten und Stilrichtungen.
Uraufführungen fanden u.a. im Musikverein Wien, Konzerthaus Berlin, Mozarteum
Salzburg, Concerthus Odense/Dänemark, Konzerthaus Wien, Grazer Kongress
statt, sowie im Rahmen von den Salzburger Festspielen, Festival Traiettorie
Parma, Tokyo University Japan, Radio France/Paris, Steirischen Herbst und Wien
Modern.
Robert Friedrich Viktor Kellner
Geboren am 16.11.68 in Salzburg. Ab ´89 autodidakte Tätigkeit als
bildender Künstler (Stipendium der Sommerakademie Salzburg im Jahr 1990);
Zwischen ´93 und ´94 Studium der Germanistik, Philosophie, Psychologie
und Pädagogik.
Anschließend Lehrerausbildung und Tätigkeit als Integrationslehrer
in Wien bis 2000.
Von ´00 bis ´03 Universitätslehrgang für Computermusik
und elektronische Medien an der Universität für Musik und darst. Kunst
in Wien mit ausgezeichnetem Erfolg; seit ´04 Studium der Komposition bei
Prof. Müller-Siemens und elektroakustische Komposition bei Prof. Dieter
Kaufmann.
Low Frequency Orchestra
Angélica Castéllo, Blockflöten
Maja Osojnik, Blockflöten
Herwig Neugebauer, Kontrabass
Matija Schellander, Kontrabass
Mathias Koch, Schlagzeug
Thomas Grill, Elektronik
Das Low Frequency Orchestra mit
Sitz in Wien besteht seit 2003 und versteht sich als ein Ensemble für zeitgenössische
improvisierte und komponierte Musik.
Die ungewöhnliche Besetzung und die ständige Suche nach allen Arten
verfügbarer Klänge trägt zum speziellen Flair des Low Frequency
Orchestras bei.
Alle Musiker spielten und spielen verschiedenste musikalische Stilrichtungen,
die mehr oder weniger Improvisation beinhalten - (free) Jazz, Alte Musik, um
nur einige zu nennen - und bringen diese Erfahrungen in die CUT genannten Konzerte
des Low Frequency Orchestra ein. Die Improvisationen reichen von knappen Statements
und sich schnell entwickelnden Geschichten zu statischen Klanglandschaften.
Das Low Frequency Orchestra arbeitete mit den Komponisten Katharina Klement,
Jorge Sánchez-Chiong, Robert Kellner and Veronika Simor, die Stücke
für das Ensemble geschrieben haben. Das Low Frequency Orchestra führte
auch ein Portrait von "super-counter" Tom Johnson auf, das Arrangements
seiner Stücke sowie Bearbeitungen seiner grafischen Partituren enthielt.
31. März
2OO5 2O.OO Uhr
echoraum